Haarpflegeproduke

DAS RICHTIGE SHAMPOO

NormalesNormales
Normales Haar ist gesund und naturbelassen, d.h. es wurde nicht gefärbt, getönt oder anders chemisch behandelt. Shampoo für normales Haar sollte neben milden Substanzen auch Pflegestoffe enthalten, die es glänzend, griffig und gut kämmbar machen. Solche Substanzen sind beispielsweise Proteine oder natürliche Öle. Der pH-Wert sollte im leicht sauren Millieu (etwa bei pH 5) liegen, so bleibt der Säureschutzmantel der Kopfhaut erhalten.

Tipp: Auch wenn Ihr Haar keine besonderen Pflegeansprüche stellt, sollten Sie dennoch einmal pro Woche eine Haarkur oder Spülung verwenden. Denn die intensiven UV-Strahlen der Sonne machen auch vor gesundem Haar nicht Halt und können seine Struktur schädigen.

Strapaziertes Haar
Strapaziertes Haar ist meist stumpf, glanzlos, spröde und strohig. Die Gründe sind vielfältig: Färbemittel und Dauerwelle sind chemische Stressoren. Aber auch Salz- oder Chlorwasser sowie zu viel Sonne trocknet das Haar aus. Die Folge: Haare und Kopfhaut sind stark entfettet. Seltener ist eine Unterfunktion der Talgdrüsen der Auslöser.

Verwenden Sie beim Waschen nur temperiertes Wasser. Ein Shampoo für trockenes und strapaziertes Haar soll mild sein und einen hohen Anteil rückfettender Substanzen enthalten. Solche sind: Lecithin und natürliche Öle (z.B. Mandel-, Oliven-, Jojoba- oder Weizenkeimöl). Wichtig sind auch pflegende Substanzen wie Provitamin B5, Auszüge aus grünem Tee, Ceramide oder Kollagen. Ein mildes Shampoo schäumt wenig, es schont die Kopfhaut und entfernt trotzdem wirksam den Schmutz.

Bei trockenem und geschädigtem Haar ist eine anschließende Haarspülung oder Haarkur nach dem Waschen sinnvoll. Durch die längere Einwirkzeit (je nach Produkt zwischen drei und zehn Minuten) können die Pflegesubstanzen auf jedes einzelne Haar aufziehen, es glätten und die Haare wieder kämmbar machen.

Tipp: Eine Haarkur sollten Sie nicht öfter als einmal pro Woche anwenden, sonst werden die Haare zu schwer: Sie lassen sich dann nur schlecht frisieren und fallen schneller wieder zusammen. Haarspülungen dagegen können Sie jeden Tag auftragen.

Schuppiges HaarSchuppiges Haar
Einzelne Schuppen sind ganz natürlich. Sie entstehen, weil sich die Kopfhaut von unten her ständig erneuert, einzelne Zellen der Epidermis absterben und sich ablösen. Beim Kämmen oder Waschen werden diese meist ganz natürlich entfernt. Diese normalen Schuppen sieht man kaum. Erst wenn die Hautschuppen zu Hunderten verkleben, treten sie deutlich in Erscheinung. Grund für das Verkleben kann z.B. eine fettige Kopfhaut sein. Schuppen können aber auch durch einen übermäßigen Befall der Kopfhaut mit dem Hefepilz Melassezie furfur entstehen.

Linderung bringen spezielle Anti-Schuppen-Shampoos. Neben natürlichen Extrakten aus Rosmarin, Birke und grünem Tee haben sich die Wirkstoffe Ketoconazol und Bifonazol bewährt. Diese Wirkstoffe, so genannte Antimykotika, töten Pilze ab.

Tipp: Nicht zu schnell wieder ausspülen. Ein Schuppen-Shampoo wird in die angefeuchtete Kopfhaut einmassiert. Anschließend lässt man es für 3 bis 5 Minuten einwirken, bevor es mit reichlich Wasser gründlich ausgespült wird.

Tipp: Am Anfang täglich dann alle 2 Wochen anwenden. Anwendungsdauer sollte am Anfang fünf Tage nicht überschreiten. Danach empfiehlt es sich, das Shampoo alle 14 Tage anzuwenden.

Tipp: Vorsicht bei Kontakt mit Schleimhäuten. Gerät Schaum in die Augen, kann es zu Reizungen kommen. Sofort mit Wasser ausspülen.

Tipp: Juckende Kopfhaut nicht kratzen. Eine unangenehme Begleiterscheinung der Schuppen: Die Kopfhaut juckt. Wer jetzt kratzt, löst zusätzliche Hautschuppen und reizt die Kopfhaut. Also Finger weg.

Schuppiges HaarFettiges Haar
Fettiges Haar ist meist auf eine Überfunktion der Talgdrüsen zurückzuführen. Sie sind aus dem Gleichgewicht geraten und produzieren zu viel Fett. Die Folge: Obwohl die Haare frisch gewaschen sind, sehen sie nach kurzer Zeit strähnig und ungepflegt aus und glänzen fettig.

Shampoos für fettiges Haar sollten keine Proteine oder rückfettenden Substanzen wie Öle enthalten. Wählen Sie ein Shampoo mit einem höheren Anteil an hautverträglichen Tensiden wie Natrium-Laureth-Sulfat oder Sulfosuccinat. Diese können überschüssiges Fett und Hautschuppen entfernen, ohne die Kopfhaut zu reizen. Pflanzliche Wirkstoffe wie Minze, Schachtelhalm, Tang, Brennessel, Kamille oder Rosskastanie bremsen das Nachfetten zusätzlich ab und beruhigen die Kopfhaut. Oft sind es Stress und Nervosität, die zu vermehrter Talgproduktion führen. Fettiges Haar kann jedoch auch erblich bedingt sein oder von einer zu stark isolierenden Kopfbedeckung kommen.

Tipp: Shampoo für fettiges Haar muss für etwa drei Minuten sanft in Haare und Kopfhaut einmassiert und mit temperiertem Wasser gut ausgespült werden. Wenn es nach der Haarwäsche zu Juckreiz kommt, reduzieren Sie die Menge an Shampoo und verkürzen die Waschzeit.

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